Krippenausstellung Mondsee

Krippenausstellung Mondsee

Die Krippenausstellung beim Mondseer Advent ist bis über die Landesgrenzen bekannt und beispielgebend für die wunderschöne Handwerkskunst, die im Mondseeland gelebt wird. Ernst Schallauer gehört seit sechs Jahren zu den Krippenausstellern und hat 2017 zusätzlich die Organisation von Johann Handl übernommen. Das Können des Hobby-Handwerkers überzeugt die Besucher jedes Jahr; einmal sogar eine Nonne aus Rom.

 

Schon als Küchenchef hatte der gebürtige Kärntner ein Gespür für Details: Aus Butter kreierte er riesige Figuren für Buffets. In ganz Österreich war er für sein Steckenpferd bekannt und gefragt. Während dieser Zeit hat er auch seine Leidenschaft fürs Basteln und Handwerken entwickelt. „Dabei konnte ich wunderbar abschalten“, sagt Schallauer.

 

Sein erstes Werk war jedoch keine Krippe, sondern eine wunderschöne Holztruhe, die ihm besonders viel bedeutet. Irgendwann kam dann der Anstoß von seinen Kindern, doch einmal eine Krippe zu bauen. Das ließ sich der Mondseer nicht zweimal sagen und machte sich sofort ans Werk. Auch bei seinem Hobby kristallisierte sich bald ein Markenzeichen heraus; nämlich, dass er bis auf die Figuren alles selbstmacht und natürliche Materialien verwendet, die er bei seinen vielen Wanderungen findet und mit nach Hause nimmt.  Im Keller, wo der Pensionist unzählige Stunden mit dem Bauen und Tüfteln verbringt, lagert er die vielen Fundstücke, Einzelteile und Werkzeuge.

 

Die Details ergeben das Besondere

Inspirationen holt er sich bei Ausstellungen – „aber ich baue nichts nach; jede meiner Krippen ist ein Unikat.“ Das sieht man auch, wenn er voller Freude seine kleinen Kunstwerke präsentiert. Keine ähnelt der anderen; einzig in der Liebe zum Detail findet man Gemeinsamkeiten. Kleinste Holzzäune, Leitern und Laternen, oder aus Moos gebundene Tannen – schnell wird klar, dass Ernst Schallauer nach wie vor Wert auf Feinheiten legt.  Das verlangt ihm immer wieder Geduld ab: „Es ‚fuxt‘ ab und zu und da kommt es schon vor, dass ich etwas verwerfe und von vorne beginne.“ 
Bei der Bauweise bevorzugt er den alpenländischen, bäuerlichen Stil. Im Moment verbaut er seine Krippen gerne in Holzlaternen, die er auf Flohmärkten kauft. Dass er damit den Geschmack vieler Menschen trifft, zeigt sich bei jeder Advent-Ausstellung, wo fast alle Exemplare auch erworben werden können: „Ich habe schon Krippen an große Hotels verkauft. Und eine sogar an eine Nonne aus Rom, die zu Besuch war beim Advent in Mondsee“, erzählt Schallauer.

 

Krippenausstellung mit den Kollegen

Auch heuer wird er gemeinsam mit seinen „Krippen-Kollegen“ Alois Höllerer und Paul Mayr aus dem Mondseeland ca. 40 selbst gebaute Kunstwerke präsentieren. Die unterschiedlichen Stilrichtungen reichen von alpenländisch bis oriental, von traditionell bis modern. „Die Zeit der Krippenausstellung ist etwas Besonderes für mich“, sagt Schallauer und freut sich über viele Besucher bei der heurigen Ausstellung im Konradraum, der über den Kreuzgang im Schloss Mondsee erreichbar ist: 30.11. bis 16. 12.2019 jeweils Freitag, Samstag, Sonntag.