Der Ebenauer Adventmarkt und sein Maronibrater

Der Ebenauer Adventmarkt und sein Maronibrater

Der unwiderstehliche Duft von frisch gerösteten Maronen gehört zu einem Adventmarkt wie heißer Punsch und eine stimmungsvolle Krippe. Auf dem Ebenauer Adventmarkt war dies jedoch ursprünglich nicht so. Lange Zeit wurden die leckeren Esskastanien hier schmerzlich vermisst. Bis sich ein leidenschaftlicher Maroni-Liebhaber ein Herz fasste und kurzerhand selbst einen entsprechenden Ofen baute. Dass er einmal selbst einen Beitrag zum Gelingen des Marktes leisten würde, hätte er früher allerdings nie gedacht. Manchmal schreibt eben der Zufall die schönsten Geschichten!

 

Alles begann vor mehr als 20 Jahren, als Gerhard Ebner hier für seine Familie ein Haus baute. Damals kannte er eigentlich nur den Salzburger Christkindlmarkt, über Freunde hörte er dann jedoch vom Ebenauer Adventmarkt. Die Familie war schon nach dem ersten Besuch von der besinnlichen Atmosphäre des Marktes begeistert und fühlte sich in Ebenau gleich heimisch. Nur zwei Jahre später gehörte Ebner als Mitglied des „Uniformierten Schützenkorps“ bereits zu den Veranstaltern. Nach und nach lernte er die Geschichte des liebenswerten Marktes kennen. Der wurde nämlich einst vom damaligen Tourismusverband ins Leben gerufen und war in der Anfangszeit eher schlicht und einfach. Es gab Glühwein und Krapfen, außerdem wurden einige hübsche Dinge zum Verkauf angeboten.

 

Als der Verein den Markt übernahm, führte er zahlreiche Neuerungen ein. Mit ganz viel Engagement wurden die ersten Markthütten gebaut, und auch die Ausstattung erhielt so manche Verbesserung beziehungsweise Ergänzung. Das alles ist jetzt exakt 23 Jahre her. Mittlerweile erstrahlt der Ebenauer Adventmarkt jedes Jahr in einem wunderschönen vorweihnachtlichen Glanz.

 

Hier, im zauberhaften Ambiente rund um den Brunnengarten bei der Kirche, treffen sich Einheimische und Gäste alljährlich zu besinnlichen Stunden. Für die passende Beleuchtung wurde inzwischen natürlich auch gesorgt. Trotzdem stellt Ebner jedes Jahr wieder fest, wie viel Arbeit eigentlich in einem Adventmarkt steckt. Den Sommer nutzen viele fleißige Hände beispielsweise, um die Hütten auszubessern, neue Ideen umzusetzen und Neuanschaffungen zu installieren. Schon ab Mitte November beginnt dann der Aufbau. Jetzt geht es darum, das passende Rahmenprogramm zu realisieren und auch den kleinen Besuchern altersgerechte Attraktionen zu präsentieren. Doch die Vereinsmitglieder halten wie Pech und Schwefel zusammen. Egal, ob Aufbau, Abbau oder Hüttendienste, hier läuft alles Hand in Hand. Dies ist nicht zuletzt auch den Frauen und Freundinnen der Schützen zu verdanken, die ebenfalls viele Aufgaben übernehmen.

 

Doch was hat das alles jetzt mit den Maronen auf sich? Nun, Gerhard Ebner wünschte sich für den Adventmarkt jahrelang einen entsprechenden Verkauf. Doch bei all der Arbeit hatte der Verein keine Zeit für den Bau eines Ofens. Während seines Urlaubs in Südtirol entdeckte Ebner dann einen echten Maroniofen, den er schließlich höchstpersönlich nachbaute. Und so werden heuer köstliche Esskastanien stilecht über Holzfeuer in einer alten gusseisernen Pfanne geröstet. Und wie er selbst sagt: Da steht er nun alle Jahre wieder!